Kirchengemeindehaus Schirnrod

Der moderne Bau wurde Ende der neunzehnhundertachtziger Jahre als Versammlungsort und Gottesdienstraum der örtlichen Evangelischen Kirchengemeinde geplant. Im Rahmen des so genannten Limex-Programmes, einer Vereinbarung der Evangelischen Kirchen in der DDR und der damaligen Staatsführung, wurde der Bau besonders aus Mitteln der Kirchen in der damaligen Bundesrepublik, aber auch anderer übergemeindlicher kirchlicher Werke und nicht zuletzt mit Unterstützung einheimischer Gemeindeglieder begonnen.


Unter den dann veränderten politischen Verhältnissen wurde er 1990/91 mit finanzieller Beteiligung des Landkreises Hildburghausen fortgesetzt und beendet, und im Jahr 1992 fand die Einweihung des Gotteshauses statt.

 

Äußerlich ein weiß verputzter Backsteinbau mit rotem Ziegeldach und einem seitlich angesetzten kleinen Turm sowie einem aufgesetzten goldenen Kreuz fügt sich das Haus in die Landschaft und das Panorama des Ortes.


Der Gemeindebereich bietet alle praktischen Möglichkeiten für ein modernes Gemeindeleben, darunter Küche, Toiletten und Abstellräume sowie einen durch eine Faltwand zweigeteilten Gottesdienst- bzw. Gemeinderaum. Dieser schlichte und dennoch komfortable Raum ist ausgestattet mit einem hölzernen Altar, Taufgestell und Ambo sowie flexibel verwendbaren Stühlen.


Die beiden Bronzeglocken stammen aus den Schulen in Saargrund und Schirnrod und wurden im Jahr 1938 gegossen. Mit dem Bau des Gemeindehauses wurden sie von der politischen Gemeinde an die Kirchengemeinde als ein Geschenk übergeben und rufen seit dem Jahr 2003 mit einer elektrischen Läuteanlage betrieben zu Gottesdienst und Einkehr.