Gemeinde Sachsenbrunn

Die Tanzlinde in Sachsenbrunn

1950 wurden die ehemaligen Ortsteile Schwarzenbrunn und Sachsendorf zusammengeschlossen. Der damalige Gemeinderat einigte sich auf den Namen Sachsenbrunn. 1967 kamen die Ortsteile Tossenthal und Weitesfeld  dazu und 1994 die Orte Friedrichshöhe, Saargrund, Schirnrod und Stelzen.

 

Die Entstehung der einzelnen Ortsteile Sachsenbrunns geht aber Jahrhunderte zurück. Reste von Burgwällen befinden sich auf der Gruber Höhe beim Ortsteil Weitesfeld und auf dem Burgberg bei Sachsendorf. Wissenschaftliche Untersuchungen, besonders auf der Gruber Höhe, belegen die Anlage von Fliehburgen für die Bevölkerung der Umgebung und machen uns sicher, dass das obere Werra- und Itztal schon im 9. bzw. 10. Jahrhundert bewohnt gewesen war. 

 

Das Territorium der heutigen Gemeinde Sachsenbrunn, das sich links und rechts der oberen Werra und Itz erstreckt, war nach dem Zusammenbruch der Thüringer Königreichs (531) Teil der ostfränkischen Gaue. Das Gebiet um Eisfeld gehörte zum Grabfeldgau. Im 6. bis 9. Jahrhundert drangen Slawen  in das Gebiet des östlichen Grabfeldgaues ein und gründeten eine Siedlung in der weiteren Umgebung Sachsenbrunns.  Die Besiedlung  im Grabfeldgau schob sich im 7. und 8. Jahrhundert zum Gebirge (Thüringer Wald und Frankenwald) vor. Die Besiedlungswellen waren Bestandteil der Germanisierung und Christianisierung durch die Herrscher des Frankenreiches.

 

Eine Kultstätte der Sachsen, die sich gegen die Christianisierung wehrten, soll das Gebiet um den heutigen "Fleischbaum" gewesen sein. Die Esche ist nicht nur ein Naturdenkmal, sondern auch der Hinweis auf diese alte Kultstätte der Sachsen.

 

Nach dem Scheitern der karolingischen Gauverfassung im 11. Jahrhundert gehört das Territorium der heutigen Einheitsgemeinde Sachsenbrunn zur Grafschaft Henneberg. Die ersten urkundlichen Erwähnungen der Ortsteile Sachsenbrunns im 14. Jahrhundert liegen in der Zeit der Herrschaft des Henneberger Grafen.

Im späten Mittelalter vergrößerten sich die Dörfer, es entstanden die sogenannten Rodedörfer.

 

Der Dreißigjährige Krieg brachte den Dörfern große Verwüstungen und warf sie in ihrer Entwicklung weit zurück. Es hing viel vom jeweiligen Fürsten ab, wie schnell und wie erfolgreich der Wiederaufbau erfolgen konnte.

 

Im 18.Jahrhundert gehörten alle Ortsteile der heutigen Einheitsgemeinde zum Herzogtum Sachsen-Hildburghausen. Es bestand bis 1826 und ging anschließend (bis1918) im Herzogtum Sachsen-Meiningen auf.

 

Auf Grund der Entwicklung von neuen Gewerbe- und Industrieanlagen hatten die Ortschaften in dieser Zeit den größten Bevölkerungszuwachs.  Bereits 1785 hatte ein neues Gewerbe, die Steinmärbelherstellung, seinen Einzug ins obere Werratal gehalten. Die erste Märbelmühle entstand bei Schirnrod und viele weitere folgten.

 

Das Gewerbe der Märbelproduktion gehörte fast ein Jahrhundert zum Wirtschaftsleben der Region. Auch das Blaufarbenwerk Sophienau war ein wichtiger Arbeitgeber in dieser Zeit. Als das Werk 1837 niederbrannte, wurde es sofort wieder aufgebaut. Nach 1850 lag das Werk durch den Tod seines Besitzers längere Zeit still, bis es dann Mitte der 19. Jahrhunderts vom Großunternehmer Zeltner und Konsorten aufgekauft und in eine Ultramarienfabrik umgewandelt wurde. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts spielte die Spielwarenindustie, vor allem in den Dörfern Schwarzenbrunn, Schirnrod und Saargrund eine große Rolle. In der Forstwirtschaft fanden immer mehr Menschen aus der Region Arbeit, weil der Holzeinschlag enorm gestiegen war.

 

Doch dann hatte die Inflation 1923 verheerende Auswirkungen für viele Arbeiter, Bauern, Handwerker und Gewerbetreibende.   Die Weltwirtschaftskriese ab 1929 und zwei Weltkriege folgten. Auch für Sachsenbrunn wirkten sich die Weltkriege, vor allem in den Verlusten unter der Bevölkerung aus. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Betriebe langsam wieder in Ordnung gebracht. In der Landwirtschaft fehlten jedoch die Männer, die entweder gefallen oder noch lange in Gefangenschaft waren.

 

Nach und nach ging es jodoch wieder bergauf. Das Ultra-Farbenwerk wurde Volkseigentum und 1955 auf Polstermöbelproduktion umgestellt. Gewerbetreibende schlossen sich zu Genossenschaften zusammen. Mehrere Betriebe arbeiteten unter staatlicher Beteiligung und in der Landwirtschaft kam es zu Bildung von LPG's. Für die Entwicklung unserer Dörfer waren zu DDR-Zeiten von Bedeutung: Die Bildung einer Zentralschule, die Einführung des FDGB-Feriendienstes und die Unterbringung vieler Urlauber sowie der Bau einer Kindergarten- und Kinderkrippenkombination.

 

Im Vergleich zu anderen Orten des Landkreises Hildburghausen, konnte sich der Raum Sachsenbrunn  jedoch nicht  so intensiv entwickeln. Verärgerungen darüber waren u.a. Anlass zu den heftig geführten Einwohnerversammlungen in den Wendemonaten 1989. Mit der Wende und der Währungsunion  begann für Sachsenbrunn eine neue, zum Teil auch harte Entwicklung (Verlust der Arbeitsplätze).  Die neue Entwicklung zeigt sich u.a. in der Wiederbelebung der Vereinstätigkeit. Viele kleinere und größere Handwerks- und Gewerbebetriebe haben sich seitdem entwickelt, die für Sachsenbrunn und Umgebung von großer Bedeutung sind.

Hauptstraße 85
98678 Sachsenbrunn OT Sachsenbrunn

Telefon (03686) 390214 Frau Otto
Telefax (03686) 390280 Frau Otto

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.sachsenbrunn.de

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Sachsenbrunn
30.10.2015
 

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